Der über 300 km lange und 30 - 50 km breite Oberrheingraben ist die beherrschende tektonisch-morphologische Struktur Mitteleuropas nördlich der Alpen. Seine Bildung hatte in der Region wesentlichen Einfluss auf die erdgeschichtliche Entwicklung. Lernen Sie charakteristische Gesteine des südlichen Oberrheingrabens kennen und entdecken Sie eine Landschaft, deren heutiges Gesicht durch geologische Prozesse der letzten 60 Mio. Jahre geprägt wurde (Foto rechts).
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Die Randverwerfungen, an denen der Graben einbrach, sind an einigen Stellen noch gut im Gelände erkennbar (Fotos unten links und Mitte). An anderen Stellen bilden sie Schwächezonen im Gesteinsverband: Wir schauen uns an, wo Thermalwasser an ihnen bis heute zur Oberfläche aufsteigt oder wo bei Badenweiler entlang von Störungen durch hydrothermale Prozesse Quarz und Metallvererzungen ausgefällt wurden (Foto unten rechts).
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Nicht immer erfolgte ein bruchhafter Versatz an Störungen. Gerade am südwestlichen Grabenrand treten auch verbogene und schräg gestellte Schichten auf, so an der Burgruine Rötteln (Fotos unten links und Mitte). Diese steilstehenden Juraschichten werden als Rheintalflexur bezeichnet sind bis östlich von Basel (Aufschlüsse bei Muttenz, Foto unten rechts, und Burg Reichenstein) zu verfolgen.
Bei Augusta Raurica sehen wir uns an, welche dauerhaften Bauten die Römer vor 1.700 Jahren aus diesen Kalken der Region errichteten.
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Vor ca. 30 Mio. Jahren drang für begrenzte Zeit Meerwasser sowohl aus dem Süden als auch aus dem Norden in den Graben ein. Aus den verschiedenen Ablagerungen kann man gut auf die Sedimentationsbedingungen rückschließen (Fotos unten). Als Besonderheit erfolgte sogar die Bildung oligozäner Salzlagerstätten, von deren ehemaligem Abbau noch heute die Salzabraumhalde in Buggingen zeugt.
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Das Aufdrigen vulkanischer Gesteine begann im Oberrheingraben erst vor 18 Mio. Jahren, also viel später also als die Grabenbildung selbst. Was macht den Kaiserstuhl-Vukankomplex so einzigartig in Mitteleuropa? Einerseits seine Position mitten in einem Grabenbruch, andererseits sind die geförderten Laven, Ganggesteine und Subvulkanite sehr vielfältig und außergewöhnlich (Fotos unten). Zu den besonderen Gesteinen dort gehört auch das Erdmantelgestein Karbonatit (Foto ganz unten links).
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Spektakulär sind im Kaiserstuhl auch die Lösshöhlen und Lösshohlwege mit ihren häufig senkrechten, unbefestigten Wänden (Fotos unten Mitte und rechts), die früher die Zufuhrwege in die Weinberge bildeten.
Freuen sie sich auf eine vielseitige Exkursion, bei der wir zeigen, wie Landschaft von tektonischen und geologischen Kräften erfasst, geformt und schließlich - so auch im Falle des Rheins - durch die Bautätigkeit des Menschen umgestaltet wird.
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Leistungen: |
Exkursionsleitung durch die Geologen Dr. E. und A. Hincke, ausführliches Exkursionsskript |
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Preis: |
EUR 350,- |
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Termin und Zeit: |
1. – 5. April 2027 (5 Tage, Do., 9.30 Uhr – Mo., 15 Uhr) |
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Anmeldung: |
ausgebucht - nur noch Nachrücken von Warteliste möglich
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Treffpunkt: |
Kandern
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Teilnehmerzahl:
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10 – 16 Personen
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Organisatorisches:
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Die Exkursion wird mit eigenen Privatfahrzeugen in Fahrgemeinschaften, die wir auch gern vermitteln,
durchgeführt. Die Fahrtkostenbeteiligung
innerhalb der Fahrgemeinschaften regeln die Teilnehmer untereinander, üblich ist die Teilung der anfallenden Kosten für Treibstoff und Parkgebüren.
Die Anreise zum Exkursionstreffpunkt erfolgt in Eigenregie. Es wird empfohlen, den Tag vor Exkursionsbeginn anzureisen.
Genaue Angaben zum Treffpunkt samt Anfahrtskizze werden nach bestätigter Anmeldung zwei Wochen vor der Exkursion per E-Mail zugesandt.
Teilnehmer, die mit Bahn oder Bus anreisen, werden von uns, sofern möglich, am Bahnhof abgeholt.
Wir haben in einem Hotel in Kandern für die Teilnehmer der Exkursionsgruppe Zimmer reservieren lassen. Die Übernachtung im EZ mit Dusche und WC kostet dort mit
reichhaltigem Frühstücksbuffet EUR 80,– pro Tag, zwei Personen zahlen im DZ EUR 120,– pro Tag. Wenn
gewünscht, werden diese Reservierungen in Ihrem Auftrag und zu Ihren Lasten gebucht. Nach Anmeldeschluß sind Stornozahlungen bei bestätigter
Buchung durch die Person zu leisten, für die gebucht worden ist.
Alternativ können Sie Ihre Übernachtung auch selber organisieren / buchen (Ferienwohnung, Wohnmobil, ...).
Jeder Teilnehmer zahlt die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie
Eintritte für Besichtigungen vor Ort selber.
Mittags picknicken wir üblicherweise im Gelände. Einkaufsstopps sind am Donnerstag und Samstag eingeplant.
Abends organisieren wir, falls gewünscht, ein gemeinsames warmes Abendessen.
Überweisen Sie bitte den Exkursionspreis bis 30 Tage vor Exkursionsbeginn (bis 2.3.2027).
weitere Infos zur Durchführung
Geschäftsbedingungen
Anmeldung |
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Sonstiges: |
Keine Teilnahme mit Grippe-Symptomen! |
| Ausrüstung: |
- Wanderschuhe
- Helm, Hammer, Lupe, Warnweste (können auf Anfrage kostenlos entliehen werden)
- eventuell Wanderstöcke
- winddichter Anorak, ev. Mütze und Schal
- Regenjacke und Regenhose, Schirm
- Kopfbedeckung, Sonnencreme
- Rucksack
- Taschenmesser, Pinzette
- zum Sammeln, Verpacken, Notieren: Einwickelpapier, wasserfester Schreiber, Notizbuch
- für das Picknick im Gelände: Besteck, Thermoskanne, Sitzunterlage
- Navigationsgerät und/oder Autokarten des Exkursionsgebietes (Maßstab 1:200.000)
- Mobiltelefon, eventuell Fotoapparat
- in den Autos: Wasser und Seife (zum Hände waschen)
- weitere Ausrüstungsempfehlungen
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| Bei Fragen kontaktieren Sie uns
bitte: E-Mail E-Mail-Formular Telefon: 04168-91 84 48 |
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